05.05.2015 – F3 – Scheunenbrand in Erkerode

Aktualisiert Mittwoch 06.05.2015 14:25 Uhr

Erkerode. Noch immer dauert der Löscheinsatz (WolfenbüttelHeute.de berichtete) in Erkerode in einem Forstbetrieb im Ortskern an. Wie der Sprecher der Kreisfeuerwehr, Marcus Kordilla, betonte, wird die Feuerwehr Erkerode/Lucklum vermutlich noch bis in den Nachmittag hinein vor Ort bleiben müssen.

Unterdessen gibt es erste Erkenntnisse der Brandermittler zur Ursache des Scheunenbrandes. Die Polizei geht von einem elektrotechnischen Defekt aus, der möglicherweise durch einen Überspannungsschaden nach einem Blitzeinschlag entstanden sei. Zur Brandzeit habe ein Gewitter über dem Ort gelegen. Kurz vor der Brandentdeckung habe ein Nachbar einen hellen Lichtschein und ein lautes dumpfes Grollen wahrgenommen.

Die Löscharbeiten hätten, so Kordilla bis in die Nacht hinein angedauert. Um 3.30 Uhr habe die Feuerwehr Evessen als letzte ortsfremde Wehr den Einsatzort verlassen. Das vom Feuer in Mitleidenschaft gezogene Wohnhaus sei derzeit unbewohnbar und gesperrt. Der am Auge verletzte Feuerwehrmann konnte mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die vom Brand betroffenen Familien seien bei Verwandten untergekommen.

Quelle: wolfenbüttelheute.de

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Erkerode. Aus bislang ungeklärter Ursache ging am frühen Dienstagabend im Ortskern von Erkerode eine Scheune in Flammen auf. Das Feuer griff auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Die Feuerwehren sind mit einem Großaufgebot von über 220 Helfern vor Ort.

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Gegen 18.30 Uhr alarmierte der Eigentümer des Hofes die Feuerwehr, die aufgrund der vor Ort engen Bebauung sofort Vollalarm für die Einsatzkräfte in der Samtgemeinde Sickte auslöste. Zudem wurden die Wehren aus Destedt, Schulenrode (Atemschutzgeräteträger) und Weddel (Schlauchwagen des Landkreises) angefordert. Die Berufsfeuerwehr Braunschweig rückte ebenso wie die Feuerwehren Wolfenbüttel und Schöppenstedt mit einer Drehleiter an. Auch das neue Einsatzleitfahrzeug des Landkreises kam zu seinem ersten Einsatz. Schon beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Scheune komplett in Flammen. Dicker, schwarzer Qualm war kilometerweit zu sehen.

Das Großfeuer griff auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Zwei weitere von den Flammen bedrohte Häuser konnten die Einsatzkräfte schützen, wie Einsatzleiter und Kreisabschnittsleiter Ost, Markus Rischbieter, mitteilte. Dazu wurde der Löschangriff von drei Seiten gestartet.

Immer wieder loderten Brandnester auf, Wärmebildkameras halfen sie zu finden. Gegen 20 Uhr war die Lage unter Kontrolle. Die Hauptscheune ist komplett niedergebrannt. Ein Feuerwehrmann verletzte sich leicht am Auge. Der Sachschaden dürfte in die Millionen gehen, zumal auch einige in der Scheune abgestellte Maschinen ein Raub der Flammen wurden.

Neben 220 Einsatzkräften der Feuerwehren waren auch der Rettungshubschrauber Christoph 30, der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes sowie dessen ehrenamtliche Schnell-Einsatzgruppe (SEG) mit 15 Personen im Einsatz, der voraussichtlich noch die ganze Nacht über andauern wird. Brandermittler haben ihre Arbeit noch am Abend aufgenommen.

Text: Wolfenbüttelheute.de , Bild: privat